20 | 07 | 2017

Abitur SS 2017 am Spee-Kolleg

Motto-Woche, letzter Schultag und Abiturfeier

 

von Susan Alfter

 

Letzte Schulwoche der Abiturienten als Mottowoche
"Die 20er Jahre" und "bad taste" waren nur zwei Themen, die die Kleiderordnung der angehenden Abiturienten während der so genannten Mottowoche, der letzten Woche vor den Osterferien, bestimmten. Der Kreativität war keine Grenze gesetzt und auf diese Weise sorgten die Studierenden der Q 2.2 noch für etwas Abwechslung ihres, sich allmählich dem Ende zuneigenden, Schulalltags.

 

Letzter Schultag am Spee-Kolleg

 

Der Countdown bis zu den Abiturprüfungen läuft. Die Abiturienten zählten ihre letzten Unterrichtstage am Spee in Form einer Mottowoche, deren Abschluss sie mit einem Frühstück zelebrierten. Zu diesem hatten sie ihre Mitstudierenden, Kollegium und Kollegleitung eingeladen. Noch bevor die dritte Stunde beendet wurde, an die sich das Frühstück anschloss, kündigte schon der verführerische Duft von Rührei, gebratenem Speck und Kaffee Erfreuliches an. Schon bald hatte sich eine lange Schlange vor dem Buffet gebildet, das keine Wünsche offen ließ. So gestärkt, ließ es sich gut in die Osterferien starten. Ein wenig seltsam war es einigen der angehenden Prüfungskandidaten dann doch zumute angesichts der Tatsache, dass ihre Zeit am Spee sich nun dem Ende zuneigt. Unter dem Slogan "Besser Speet als nie" zogen viele eine positive Bilanz über das, was sie in den drei Jahren erlebt hatten. Bleibt noch die Endrunde - toi, toi, toi und gutes Gelingen!

 

"Mack the knife" und Sektempfang - 25 Abiturientinnen und Abiturienten feierten ihren erfolgreichen Schulabschluss

 

Auf diesen Tag hatten sie drei Jahre lang hingearbeitet. Am Nachmittag des 30. Juni 2017 war es dann endlich soweit: 25 Abiturientinnen und Abiturienten erhielten von Kollegleiter Norbert Keßler im Atrium im Beisein ihrer Familien, Angehörigen, Freundinnen und Freunde ihr Abiturzeugnis überreicht.Den Auftakt bildete ein feierlicher Gottesdienst unter der Leitung von Monsignore Guido Assmann, der die Absolventinnen und Absolventen für ihren weiteren Werdegang mit der Christus-Botschaft „Ihr seid nicht allein“ ermutigte. Gregor Rademacher gab einen kurzen Rückblick auf die gemeinsame Zeit am Kolleg und würdigte im Namen der gesamten Abiturientia die gemachten positiven Erfahrungen. In diesem Zusammenhang hob er vor allem die Begleitung und Unterstützung durch die Lehrenden hervor.Nach der Kirche setzten sich die Feierlichkeiten im Atrium des Kollegs fort. Abiturient Falk vom Dorff führte nicht nur als unterhaltsamer Moderator durch das Programm, sondern bot auch in Anlehnung an die im Unterricht behandelte „Dreigroschenoper“ locker-charmant den Song „Mack the knife“ dar. Den Worten von Rademacher folgte mit der Übergabe eines „Notfallsets für Lehrer“, das unter anderem Geduldsfaden und Nervennahrung umfasste, ein „handfester“ Dank der Abiturientia an das Lehrerkollegium. Verschiedene Redebeiträge regten sowohl zum Nachdenken als auch zum Schmunzeln an, insbesondere als Abiturient Dennis de Buhr im Anschluss an seine Vorredner dem Publikum ankündigte, es täte ihm leid, aber seine Rede würde etwas länger dauern, dann aber tatsächlich für launige Unterhaltung sorgte.Schließlich strahlende Gesichter, als die einzelnen Namen der erfolgreichen Prüflinge aufgerufen, diese ihr Zeugnis in Empfang nehmen und damit den Abschluss ihrer Schullaufbahn krönen konnten. Im Rahmen des abschließenden Sektempfangs wurde dann auf den Erfolg angestoßen. 
 

Poetischer Warnruf an nachfolgende Generationen

Gastvortrag des Schriftstellers Reiner Kunze am Spee-Kolleg

Schon zum zweiten Mal hatte sich der mit zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen bedachte Schriftsteller Reiner Kunze, Jahrgang 1933, bereit erklärt, am Friedrich-Spee-Kolleg eine Dichterlesung zu geben. Diesmal stellte er jedoch am vergangenen Montag weniger eigene Lebenserfahrungen und Werkausschnitte in den Fokus, als vielmehr die Schicksale von fünf tschechischen Schriftstellerkollegen, deren Poesie, so Kunze, von Weltrang sei. Diese Schicksale, betonte er, könnten sich überall und jederzeit wiederholen. Denn die diese ermöglichenden Umstände würden immer existieren, weil es „immer verführbare Masse sowie Verführer und Verführerinnen mit Charisma“ geben werde. Vor diesem Hintergrund verstand Kunze seine Ausführungen als einen Warnruf an nachfolgende Generationen.

Kunze beleuchtete das Geschehen nach 1945 in der Tschechoslowakei unter kommunistischer Regierung und deren „politischen Säuberungsterror“, zu dem auch die Festsetzung und Ausgabe von Hinrichtungsquoten gehörte. Diesem fiel Závis Kalandra zum Opfer, hingerichtet wegen eines Protestbriefes, der als „antisowjetisch“ eingestuft wurde. Konstantin Biebl zog angesichts des Regimes Konsequenzen und stürzte sich aus Furcht vor Verhaftung aus dem Fenster. Besonders berührt zeigte sich das Publikum vom Schicksal des 29-jährige Ivan Blatný. Er galt als einer der begabtesten tschechischen Lyriker seiner Generation. Vergeblich ersuchte dieser in Großbritannien um politisches Asyl. Aufgrund daraus resultierender massiver Drohungen und Beschimpfungen als „Verräter“ und „abartiger Dichter“, entwickelte Blatný einen ausgeprägten Verfolgungswahn, so dass er sich 1954 selbst in eine psychiatrische Klinik einwies. Dort blieb er, aus Furcht vor Entführung, bis zu seinem Tod 1990. 36 Jahre wurde diese Klinik zu dem einzigen Ort, an dem er sich sicher fühlte. Seine Lyrik verfasste er nachts auf der Toilette. Einer Krankenschwester namens Francis Meacham ist es zu verdanken, dass diese der Nachwelt erhalten geblieben ist. Sie sammelte die von ihr entdeckten Gedicht-Blätter und nachdem sie die Qualität der Lyrik erkannt hatte, schickte sie sie an einen Exil-Verlag in Toronto. Jan Zahradnicek, ein tief gläubiger Katholik, gehörte zu einem Kreis gleichgesinnter Schriftsteller, die privat agierten, indem sie sich in ihren Wohnungen gegenseitig aus ihren Werken vorlasen. 1952 wurde er in Haft genommen und verstarb an deren Folgen. Sein Gedicht „Einzelhaft“ verschaffte beklemmende Eindrücke von dem Erleben des Dichters. Der Dichter, Grafiker und Übersetzer Bohuslav Reynek gehörte zu den wenigen, die im öffentlichen Leben nicht bemerkt und so von Repressalien und Verfolgung verschont blieb. Von ihm stammt das Prosagedicht „Das Alter“, welches Kunze ebenso fein differenziert und klar artikuliert vortrug wie auch die anderen Werkauszüge.

Nach seiner bewegenden Schilderung dieser tragischen Lebenswege beantwortete Kunze nicht nur Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer, sondern las noch auf Wunsch aus seinem eigenen Werk „Wohin der Schlaf sich schlafen legt. Gedichte für Kinder“.

Mit lang anhaltendem Applaus würdigte das Publikum die Ausführungen und den Vortrag einer beeindruckenden Schriftstellerpersönlichkeit.

Osterfrühstück der Integrationskurse

Essen und Trinken verbindet nicht nur, sondern sagt vor allem auch etwas über die jeweilige Kultur eines Landes aus. Im Rahmen eines gemeinsamen Frühstücks mit ihren Kursleitern Andreas Backes und Nadine Pullen lernten die Teilnehmer des Integrationskurses mit Blick auf das bevorstehende Osterfest entsprechende Bräuche und deren Bedeutung kennen. Gefärbte Eier, Schokoladenosterhasen und Osterlamm-Kuchen sorgten dabei für schmackhafte Eindrücke.

Fastenimpulse

In der Fastenzeit fanden montags um 8.15 Uhr Impulse für die gesamte Schulgemeinde statt.

"Ich bin, weil du bist" - Gedanken zum Misereor-Hungertuch als erster Fastenimpuls am 06.03.2017

 

Mit einem gemeinsamen Impuls zur Fastenzeit startete die Schulgemeinde am Montagmorgen im Atrium. Im Mittelpunkt stand das diesjährige Misereor-Hungertuch mit seinem Motto „Ich bin, weil du bist“. Dieses ist identisch mit einem afrikanischen Sprichwort. Es verweist auf die Vorstellung, dass Menschsein wesentlich bedeutet, Teil eines Beziehungsnetzes zu sein. Gedanken und Reflexionen hierzu trug als Vertreterin der Fachschaft Religion Martina Ansorge vor. Der gemeinsame Morgenimpuls ist eine Einladung an alle, Zeit für Besinnung und Ruhe zu finden. Während der Fastenzeit sind alle herzlich eingeladen, diese Chance jeden Montagmorgen um 8:15 Uhr für sich zu nutzen.

 


Zweifeln - das Thema des 3. Fastenimpulses am 20.03.2017

 

Nachdem in der letzten Woche ein Film zur Entstehung des Hungertuches mit Informationen zum Künstler gezeigt worden war, wurde am heutigen Montag mit der biblischen Erzählung vom kritischen Apostel Thomas das Thema des Zweifelns in den Vordergrund gestellt. Dieser Apostel kann nicht sofort glauben, dass Jesus als Auferstandener erschienen ist. Damit steht er exemplarisch für die Menschen, denen es schwer fällt, „einfach so“ zu glauben – weil sie zweifeln. In Anknüpfung an diese Erzählung hatte die Schulgemeinschaft die Möglichkeit, ihre Zweifel und damit verbundenen Hoffnungen auf rote Papierblüten zu schreiben und in eine Schale zu stecken. Daran angeschlossen war die Bitte an Gott, die Zweifel in Zuversicht zu verwandeln und die Hoffnungen zu erfüllen. In den nächsten beiden Wochen wird mit der Beschriftung weiterer Blüten zu den jeweiligen Themen ein „buntes Blumenfeld“ entstehen.

 

Aufrichten und Handeln: die beiden letzten Fastenimpulse vom 27.03. und 03.04.2017

 

Die Fastenzeit neigt sich dem Ende zu und damit die Reihe der Impulse in Vorbereitung auf das Osterfest.In der vorletzten Woche stand die Frage nach dem, was einen in schwierigen Zeiten aufrichtet und Heilung für seelische Krisen verspricht, im Mittelpunkt des Impulses. Sorgen drücken nieder, gehen buchstäblich auf den Rücken. Davon erzählt auch eine der weniger bekannten Heilungsgeschichten der Bibel, die im Rahmen des Impulses in Erinnerung gerufen wurde. Hier befreit Jesus eine Frau, die nicht mehr aufrecht gehen kann, weil sie verkrümmt ist, von ihrer achtzehn Jahre währenden Krankheit und der damit einhergehenden Not. Einmal mehr wird deutlich, wie Jesus sich dem Menschen zuwendet und ihm einen neuen Weg ins Leben ermöglicht.Ein aufrechter Gang, ein Rückgrat zeigt sich auch im Handeln. Der Gedanke daran, was dies bedeutet, prägte den letzten Impuls vor den Ferien. So wurde neben einer Erzählung von dem Propheten Mose aus dem Buch Exodus auch das Beispiel eines Düsseldorfer Ehepaares aufgegriffen, das ein aus dem Irak geflüchtetes Brüderpaar in seiner Wohnung aufgenommen hat.Wie bei den vorangegangenen Fastenimpulsen auch, sollten die Teilnehmenden ihre Gedanken auf Papierblüten schreiben und in eine Schale mit Sand stecken. So entstand eine bunte Papierblumenwiese im Atrium, die an die Fastenimpulse erinnert.

 

Frisch gestrichen ? Konzert des Ensemble Quirin im Spee-Kolleg

12. März 2017; Dr. Adalbert Grote

Das Ensemble Quirin im Spee-Kolleg

Fotos ►

Das Trio mit Dr. Grote Neemu Myöhänen, Cello Salma Sadek (Geige) und Andres Mehne (Bratsche) Salma Sadek, Geige Salma Sadek, Geige Dr. Adalbert Grote, Moderation Impression - Instrumente Neemu Myöhänen, Cello Andres Mehne, Bratsche Noten Der Blick ins Publikum Das Publikum mit Blick auf die Bühne Es wurde interessiert nachgefragt.
Das Ensemble Quirin im Spee-Kolleg

„Was lange währt, wird wirklich gut“ – schon 2016 hatte die Konzertagentur des Ensemble Quirin für ein Konzert in unserer Schule angefragt, und am Morgen des 8.März war es dann soweit: Gemessen konnten die Geigerin Sama Sadek, der Bratschist Andres Mehne sowie der Cellist Neemu Myöhänen über einen roten Teppich  vorbei am zahlreichen und erwartungsvollen Publikum hin endlich zum Konzertpodium unterhalb der Balustraden des Atriums schreiten.

Durch eine abwechslungsreiche Programmgestaltung mit Werken aus vier Jahrhunderten vermochte das Streichtrio im Laufe des einstündigen Konzerts Studierende, LehrerInnen und Gäste immer mehr in seinen Bann zu ziehen. Entfaltete sich eine Fantasie Henry Purcells mit tiefer Innigkeit, vermochte das Ensemble bei Mozarts Bearbeitung der Bachschen dis-Moll-Fuge konzentrierte Ruhe hervorzurufen, so wirkten das „kantige“ Streichtrio  Beethovens und das lyrisch-melodische Gegenstück des 19-jährigen Schubert wiederum  belebend und konnten die Gefühle des immer interessierter lauschenden Publikums direkt ansprechen. Highlight war aber der schwungvolle Marsch des Ungarn Ernst von Dohnanyi,  dem stehende Ovationen am Ende des einstündigen Konzertes folgten. Entsprechend wurden im Anschluss an das Konzert alle Spieler des „Ensemble Quirin“ mit vielen Fragen interessierter Studierender bestürmt, die sie mit bewundernswerter Selbstverständlichkeit und großem Engagement  beantworteten. Noch Tage danach wurde in der Schule von Studierenden wie Lehrern begeistert von diesem schönen Konzertevent gesprochen. Dank an das „Ensemble Quirin“ wie auch an das interessierte Publikum!

Dr. A. Grote, OStR i.K.

"Intermezzo" - Winterfest

19. Februar 2017; Susan Alfter

Gedämpftes Licht, beschwingte Klaviermusik, reges Stimmgemurmel: Guten Anklang fand das Winterfest, mit dem der Wechsel vom Winter- zum Sommersemester 2017 gefeiert wurde. Während draußen das Wetter der Jahreszeit und damit dem Namen des Festes entsprach, lockte drinnen geselliges Beisammensein in Kaffeehaus-atmosphäre. Sowohl aktuelle als auch ehemalige Studierende waren der Einladung zahlreich gefolgt, um Neuigkeiten auszutauschen und um sich von dem gebotenen Rahmenprogramm unterhalten zu lassen. Zu diesem zählten musikalische Darbietungen im Atrium. Die naturwissenschaftlichen Fächer präsentierten einige Facetten ihres Bereiches und Freunde des Schauspiels konnten bei Kostproben der Theater-AG auf ihre Kosten kommen. Einblick in das Schaffen der Studierenden des Faches Kunst gab eine Ausstellung mit verschiedenen Werken. Kaffee, Kuchen, deftige Suppen, Softgetränke und Cocktails rundeten als kulinarisches Angebot die Feierlichkeiten ab. Hauptorganisator Andreas Backes sowie alle an der Gestaltung des Programms Beteiligten dürfen eine rundum positive Bilanz ziehen, denn die Resonanz zeigte: Der Einsatz hat sich gelohnt!

Messestand des Spee auf der 3. Kaarster Ausbildungs- und Studienbörse

13. Februar 2017; Susan Alfter

(v.l.n.r.) Die Studierenden Tobias Kohnen und Katharina Conrads sowie stv. Kollegleiter Michael Escher am Messestand des Kollegs.
(v.l.n.r.) Die Studierenden Tobias Kohnen und Katharina Conrads sowie stv. Kollegleiter Michael Escher am Messestand des Kollegs.

Auf der 3. Kaarster Ausbildungs- und Studienbörse Ende Januar 2017 in der Rathausgalerie Kaarst präsentierte sich auch das Spee-Kolleg, um sich als Institution und deren Weiterbildungsangebot vorzustellen. Vertreten wurde es durch die Kollegleitung sowie durch vier Studierende. Rund viereinhalb Stunden hatten die Besucher der Börse Zeit, sich über Ausbildung, Studium und Berufseinstieg bei verschiedenen Unternehmen und Bildungsanbietern der Region vor Ort zu informieren. Veranstalter waren die KKV Kaarst & Junge Union Kaarst.

Winterfest am 11. Februar 2017, 17:00 bis 21:00 Uhr

7. Februar 2017; Heinz Segin

Start des Sommersemesters

7. Februar 2017; Susan Alfter

Zwei neue Eingangsklassen nahmen zum Sommersemester, das am 01. Februar 2017 startete, ihr Weiterbildungsstudium am Kolleg auf. Zu Beginn der ersten Stunde begrüßte Kollegleiter Norbert Keßler die ganze Schulgemeinde im Atrium und hieß die Erstsemester herzlich willkommen. Nach einem kurzen Überblick über personelle und organisatorische Änderungen wurden die Neuzugänge ihren Klassen bzw. Klassenlehrern zugewiesen, während die Studierenden des 2. bis 6. Semesters gemäß ihren Stundenplänen den Unterricht aufnahmen. Keßler wünschte allen einen guten Start und viel Erfolg.

Niemals geht man so ganz

Verabschiedung von StD Michael Kortländer
6. Februar 2017; Susan Alfter

Für ihn endete nicht nur das Semester, sondern auch seine reguläre Berufstätigkeit als Kunstlehrer am Kolleg: Am 31. Januar 2017 wurde Michael Kortländer von Kollegleiter Norbert Keßler offiziell in den Status des Pensionärs verabschiedet. Wesentliche Stationen von dessen Lehrerlaufbahn würdigte Keßler in seiner Ansprache. Dabei wies er zuletzt auch darauf hin, dass Kortländer noch den Abiturjahrgang des SS bis zu den Osterferien unterrichten wird. Den bildenden Künstler Kortländer stellte der Vorsitzende des Lehrerrates, Joachim Möller, in den Fokus seiner Rede. Kortländer dankte nicht nur mit Worten, sondern auch mit seiner Einladung zu einem Umtrunk, die er an Kollegleitung, ehemalige Kollegleitung, Kollegium sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kollegs ausgesprochen hatte.

Kollegleiter Norbert Keßler ließ in seiner Abschiedsrede den Berufsweg Kortländers Revue passieren.

Ließ sich gerne "einen Korb geben": Michael Kortländer kann sich mit diesem Abschiedsgeschenk den Ruhestand buchstäblich schmecken lassen.

Friedrich Spee einmal ganz anders

"Ich will Gesang, will Spiel und Tanz - Friedrich Spee, ein froher Mensch in dunkler Zeit." - So lautete der Titel des Vortrags von Wolfgang Driessen, der ein eher ungewöhnliches Bild von Friedrich Spee zu zeichnen wusste.
7. Januar 2017; Dr. Adalbert Grote

Driessen ist Rundfunkbeauftragter des Bistums Trier beim Saarländischen Rundfunk und hatte sich am Morgen des 23.11. schon früh auf den Weg gemacht, um interessierten Studierenden wie auch den Lehrern des Spee-Kollegs seine nicht von akademischen Denkmustern bestimmte Sicht auf das 425jährige Geburtstagskind zu vermitteln. „Spee war zwar umgeben vom Elend des Dreißigjährigen Krieges und den furchbaren Gräueltaten an vermeintlichen „Hexen“, doch sein Durchhaltevermögen und Lebenswille war stärker. Nicht zuletzt in seinen Liedtexten vermittelt er, all diesem Leid zu widerstehen und die Schöpfung Gottes als eine fundamental positive Gottesgabe an die Menschen  hochzuhalten“- so könnte man den Tenor von Driessens Ausführungen zusammenfassen. Driessen erntete viel Beifall und vermochte Fragen aus dem Publikum anschaulich und verständlich zu beantworten.