20 | 07 | 2017

Quirinus-Wallfahrt am 28.4.2015

Lasst Euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft! (1 Petr 2,5)


Am 28.April begab sich das Friedrich Spee Kolleg auf eine Wallfahrt zum Quirinus-Schrein ins Neusser Münster.


Nach einer Einführung zur Entstehungsgeschichte durch Oberpfarrer Msgr. Guido Assmann und der Würdigung des Schreins feierte die Schulgemeinde die Heilige Messe.


Neuss steht in einer engen Beziehung zur Kölner Kirche und auch zum Nachfolger des hl. Petrus, dem Heiligen Vater in Rom. Wie eine rote Linie zieht sich die Beziehung von Neuss zum Heiligen Stuhl. War es doch Papst Alexander I. um das Jahr 150, auf dessen Gebet als Gefangener im römischen Gefängnis die Tochter des hl. Quirinus, die hl. Balbina, geheilt wurde und dann die ganze Familie sich von ihm taufen lies. Im Jahr 1048 wurde ein Deutscher Papst: Leo IX. Seine Schwester Gepa war Äbtissin des Benediktinerkonvents in Neuss. Ihr vertraute er die Reliquien des hl. Quirinus an, die am 30.April 1050 nach Neuss kamen, so zumindest die Neusser Überlieferung bis heute.

Einführung des neuen Schulleiters Norbert Keßler am 17.8.2015

Im Neusser Spee-Kolleg  fand am  Montag, 17.08 um 9.55 Uhr die Semestereröffnung und  Einführung von OStD i. K. Norbert Keßler in sein Amt als Schulleiter  statt. Die Hauptabteilungsleiterin der Hauptabteilung Schule/Hochschule im Erzb. Generalvikariat, Fr. Dr. Bernadette Schwarz-Boennecke überreichte Herrn Kessler im Anschluss an den Gottesdienst  die Ernennungsurkunde

 
Begrüßungsrede des Spee-Kollegs


Die Studierenden seien auf  unterschiedlichsten Wegen zum Spee-Kolleg gekommen und sich entschlossen, hier noch einmal ganz neu anzufangen.

Die Vertretung der Studierenden weiter: „Vielleicht standen einige von euch ja schon einmal vor dem Abitur und mussten kurz vor dem Ziel abbrechen, andere sind vielleicht schon viele Jahre aus der Schule raus und fragen sich, ob sie sich so schnell wieder ans Lernen und an den Schulalltag gewöhnen können. Diejenigen von euch, die direkt aus ihrem Job kommen, machen sich vielleicht Gedanken darüber, wie sie mit dem Geld hinkommen sollen. Wir sind diesen Weg schon vor euch gegangen und hatten die gleichen Gedanken und Ängste. Wir wissen nun, dass man es schaffen kann, wenn man will und vor allem an sich glaubt. Es gibt eine Menge Hilfen, die ihr hier bekommen werdet. Die Lehrer und die Mitschüler lassen euch nicht im Stich und unterstützen euch auf eurem Weg“

 

Alle hätten unterschiedliche Stärken und Schwächen, das sei Fakt. Aber man könne versuchen sich in schwierigen Dingen Hilfe zu suchen, sodass man nie ganz den Überblick verliere. Allerdings  könne nur sprechenden Menschen  geholfen werden, und es sei keine Schande, um Hilfe zu bitten. Die Rednerin weiter: „Wenn ihr euch bemüht und mitarbeitet, könnt ihr hier eine wunderbare Zeit haben! Wir, und die, die vor uns ihren Abschluss hier gemacht haben, sagen, dass ihre Spee Zeit mit zu den schönsten ihres Lebens gehört. Wir hoffen, dass ihr euch am Spee genauso wohl fühlen werdet wie wir!


 
Im Anschluss an die Predig


Im Anschluss an die Predigt von Pfr. Dr. Clemens Dreike, Schulseelsorger des Erzb. Friedrich-Spee-Kollegs führte Frau Ormann aus: „ Doch was hat die Situation der Jünger auf dem See Genezareth mit uns hier am Spee-Kolleg zu tun? Sie brachen mutig auf, wagten die Überfahrt in unsicheres Terrain und hatten weder Sicherheiten, noch die Gewissheit sicher das andere Ufer des Sees zu erreichen. Und eben vor diesem Neuaufbruch stehen wir auch alle am Spee-Kolleg. Herr Keßler übernimmt nun als Kapitän die Leitung des Kollegs, wir, die alten Hasen, kommen aus dem eher sicheren Hafen der Ferien und wollen mit neuer Kraft Vollgas geben und die Lehrer versuchen, uns alle sicher durch die verschiedenen Stürme zu begleiten, sodass niemand Schiffbruch erleidet“.
 
Sprachcollage


In einer eindrucksvollen Sprachcollage wurden Stimmen in den Kirchenraum eingespielt, die verdeutlichten mit welchen Schwierigkeiten und Vorurteilen die jungen Erwachsenen kämpfen müssen

Auszüge

 

 „ Was willst du denn in der Schule? Das schaffst du doch eh nicht!“

 

 „Einst sagte mein Vater zu mir: „Watt willst du denn mit Abitur? Geh doch lieber zur Zeitarbeitsfirma, da verdienst du wenigstens Geld!“

Aber es gab auch ein paar Freunde, die fest an uns geglaubt haben und gesagt haben, „mach das, du kannst es schaffen!“

 

„ Tolle Sache, dass DU jetzt endlich dein Abi nachmachst!“

 

Und Ihr seid nun, genauso wie die Jünger am See, zu unbekannten Ufern aufgebrochen, weil Ihr es euch zutraut und an euch glaubt! Bewahrt euch das! Und auch eure Ängste werden mit der Zeit abgebaut werden und ihr werdet in der Schule herzlich aufgenommen, wie ein kurzes Beispiel zeigt:

Eine weitere  Stimme aus dem Off

 

Vor meinem ersten Schultag hatte ich große Angst.

 

Ich bin sehr schüchtern, weshalb es mir schwer fällt mich in neuen Gruppen einzufinden. Doch ich bin angekommen und habe von Schülern, sowie Lehrern hier immer ein offenes Ohr, Verständnis und ehrliche Worte erhalten.

Deshalb komme ich gerne hier her und würde es nie anders machen.“

Die Zeit am Spee-Kolleg-Kolleg ist manchmal fast so schön wie eine Schifffahrt, auf der spannende Zeiten und Begegnungen auf uns alle warten und viele sehr gute Freunde kennen gelernt haben: Es werden auch stürmische Zeiten auf uns zukommen: eine Flut von Lateinvokabeln, Ängste vor den Klausuren oder dem anstehenden Abitur, nervigen Kita-und Bahnstreiks, in denen man organisatorisch absolut herausgefordert wird, und so weiter:


Niemals allein


Ihr seid niemals allein unterwegs, weitergerudert werden muss zwar, aber ihr habt immer Mitstudierende, Lehrer, Kollegen, Freunde und euren Familien an eurer Seite, die euch unterstützen können: Vorausgesetzt ihr setzt ein kleines SOS ab, dass der Wind sich gedreht hat und sinnbildlich bei euch die Hölle los ist.

 

Und ein zweites: In allen Gezeiten: Jesus ist immer unter uns, er kennt uns und all unsere Höhen und Tiefen: Er lässt uns nicht im Stich und steht uns wie ein Fels in der Brandung zur Seite. Wir können immer und überall seine Nähe und Liebe erfahren, wenn wir wach für ihn sind und in der tiefsten Not wie die der Jünger fest auf seine Gegenwart vertrauen, dass er hier und jetzt unter uns ist und uns helfend zur Seite steht: In allen Wagnissen, Neuaufbrüchen und Stürmen unseres Lebens: Darauf können wir feste Vertrauen. Und wie schwer dies manchmal zu fallen scheint, zeigt uns auch das heutige Evangelium: Denn auch die Jünger vergaßen in ihrer Angst und Panik für einen Moment, dass Jesus mitten unter ihnen war und ihnen schützend zur Seite stand!

 

Er wich und weicht den Menschen keinen Augenblick von der Seite- damals wie heute. Und er schafft es, dass sich sinnbildlich die reißenden Fluten der Jünger und die unseres eigenen Lebens legen.

 

Dies sichert er uns in seinem Versprechen „ Ich bin bei Euch, alle Tage bis zum Ende der Welt!“ feste zu.

 
 
Ernennungsurkunde
Hauptabteilungsleiterin Frau Dr. Schwarz Boenneke überreichte traditionell im Rahmen des Gottesdienstes und im Auftrag des Erzbischofs von Köln Herrn Kessler die Ernennungsurkunde zum neuen Schuleiter. Dr. Schwarz-Boenneke las den Brief des Erzbischofs vor.

Mit Wirkung zum 1. August 2015 übertrage Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki Herrn Kessler die Leitung des Erzbischöflichen Friedrich Spee-Kollegs in Neuss und ernenne ihn zum Oberstudiendirektor im Kirchendienst. Er danke  Herrn Kessler für die Bereitschaft , diese wichtige Aufgabe zu übernehmen.

Mit der Ernennung verbinde er die Hoffnung, dass auch unter seiner  Führung und in Zusammenarbeit mit dem  Kollegium, die Schülerinnen und Schüler, neben der Vermittlung von Wissen,  auch die Werte unseres Glaubens erfahren

Für die  verantwortungsvolle Aufgabe wünsche der Kardinal   viel Erfolg und übersende die  herzlichsten Segenswünsche.

 

Schwarz-Boenneke wies darauf hin, dass Herr Kessler die Schule kenne und wisse, was gut laufe, sie schließe sich den bereits im Gottesdienst formulierten Segenswünsche an und wünsche Herrn Kessler in der Zusammenarbeit mit dem Kollegium eine erfolgreiche und segensreiche Zeit.

 

O. Gruschka / M. Kortländer

 

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