20 | 11 | 2017

Hoffnung für alle

Ein Rückblick auf den Start ins Semester mit Eröffnungs-veranstaltung, Wortgottesdienst und Flüchtlingsboot

von Susan Alfter

 

Der Semesterbeginn liegt schon etwas zurück, das Schuljahr hat an Fahrt aufgenommen. Die Erstsemester sind im Schulalltag angekommen, für alle Studierenden stehen die ersten Klausuren an, insbesondere die Abiturienten haben in der kommenden Woche ihre Vorabiturklausuren zu bewältigen. Wozu also ein Rückblick auf den Semesterstart?

Gerade, wenn der Alltag wieder Macht über einen gewinnt und man in seinen Wogen unterzugehen droht, hilft Innehalten und Besinnung auf die Frage: Was trägt mich? Darauf gaben die verschiedenen Veranstaltungen am ersten Tag des neuen Semesters Antworten und Impulse. Zum Beispiel „Ankommen und Willkommensein in einer Gemeinschaft“: In diesem Sinne begrüßte Kollegleiter OStD Norbert Keßler bei der Eröffnungsveranstaltung am Morgen des ersten Schultages nach den Ferien vor allem die neuen Erstsemester, aber natürlich auch alle anderen Studierenden. Er informierte zunächst über relevante organisatorische und personelle Neuerungen, bevor dann die Erstsemester ihren Klassen zugeteilt und die Studierenden der Q-Phase ihre neuen Stundenpläne in Empfang nahmen. In der dritten Stunde fand sich dann die ganze Schulgemeinde erneut im Atrium zusammen, diesmal zu einem Wortgottesdienst. Er war inhaltlich eng verknüpft mit dem Flüchtlingsboot, welches das Erzbistum Köln im Jahr 2016 erworben hat und das für zwei Wochen im Kolleg verbleiben sollte: als Symbol dafür,  neue Lebensperspektiven zu gewinnen.

Mit einem Text des Evangelisten Markus wurde dieser Gedanke ebenfalls aufgegriffen: „Am Abend dieses Tages sagte Jesus zu seinen Jüngern: «Kommt, wir wollen ans andere Ufer übersetzen!» Sie schickten die Menschen weg und ruderten mit dem Boot, in dem Jesus saß, auf den See hinaus. Einige andere Boote folgten ihnen. Da brach ein gewaltiger Sturm los. Hohe Wellen schlugen ins Boot, es lief voll Wasser und drohte zu sinken. Jesus aber schlief hinten im Boot auf einem Kissen. Da rüttelten ihn die Jünger wach und schrien voller Angst: «Herr, wir gehen unter! Merkst du das nicht?» Sofort stand Jesus auf, bedrohte den Wind und rief in das Toben der See: «Sei still! Schweige!» Da legte sich der Sturm, und tiefe Stille breitete sich aus. «Warum hattet ihr solche Angst?» fragte Jesus seine Jünger, «habt ihr denn gar kein Vertrauen zu mir?»

So verstand sich der Wortgottesdienst als Ermutigung, aus dem Vertrauen in die göttliche Zusage Hoffnung für neue Lebensperspektiven zu schöpfen. Er ermutigte aber auch, den eigenen Stärken zu vertrauen und den Menschen, mit denen man sich gemeinsam auf den Weg macht. Und so kann sich dann auch im Trubel des Alltags „tiefe Stille“ einstellen.

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