17 | 11 | 2018

Theateraufführung im Spee-Kolleg - "Dreck" mit Bashar Al Murabea

Mit dem Theaterstück "Dreck" vom bekannten Schriftsteller Robert Schneider war bereits zum zweiten Mal eine Produktion des Stadttheaters Duisburg bei uns im Spee-Kolleg zu Gast.

Mit dem Theaterstück "Dreck" vom bekannten Schriftsteller Robert Schneider war bereits zum zweiten Mal eine Produktion des Stadttheaters Duisburg bei uns im Spee-Kolleg zu Gast. Das preisgekrönte Stück entstand im Jahre 1991 vor dem Hintergrund des Irak-Krieges und hatte seine Uraufführung im Jahre 1993 in Hamburg.

Protagonist des Monolog-Stücks war wie schon bei "Emigranten" unser aus Syrien stammender Studierender Bashar Al Murabea. In der ca. 90-minütigen Aufführung spielte er die Rolle des illegalen arabischen Einwanderers "Sad", der mit großen Hoffnungen nach Deutschland gekommen ist, um hier Philosophie und Literatur zu studieren, dann aber auf Grund von bürokratischen Hürden gezwungen ist, seinen Lebensunterhalt als Rosenverkäufer zu verdienen. Dabei wird er ständig mit Ablehnung und Rassismus konfrontiert, bis er schließlich beginnt, den erfahrenen Hass gegen sich selbst zu richten: "Ich bin Sad - Ich bin Dreck", sagt er im Brustton der Überzeugung und rät den "wunderbaren Menschen in Deutschland, Einwanderer, Fremdländische und Ausländer zu beschimpfen".

Musikalisch begleitet wurde Al Murabea vom "Mann am Klavier": Wolfgang Völkl.

Ein ebenso beeindruckendes wie tiefsinniges Stück, das zwar mehr als 25 Jahre alt ist, aber vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation wieder an Aktualität gewonnen hat.

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